Geopunkte & Geopfade

Im Gebiet des Gemeindeverwaltungsverbands Hardheim-Walldürn warten viele interessante Geopunkte und Geopfade auf Sie. Entdecken Sie die geologisch bedeutenden Pfade und Punkte.

Walldürn Basilika

Die prächtige Pfarrkirche St. Georg, 1953 vom Papst zur Basilica minor erklärt worden, ist seit Jahrhunderten Ziel vieler Wallfahrer.

Grund ist das Heilig-Blut Korporale, auf dem ein unachtsamer Pfarrer im Jahr 1330 den konsekrierten Wein verschüttete. Daraufhin hat sich auf dem darunterliegenden Tuch (Korporale) das Bildnis des gekreuzigten Christus umrahmt von 11 Christushäuptern (Veronicae) abgezeichnet.

Das Korporale ist in einem silbernen Schrein gefasst und an dem prächtigen Alabaster-Altar  des Zacharias Junker zu bestaunen. Während der vierwöchigen Wallfahrtszeit, die immer eine Woche nach Pfingsten beginnt ist  der Schrein des Bluttuchs geöffnet. Außerhalb dieser Zeit ist der Schrein geschlossen.

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Grünkerndarren

„Grüner Keeern“ so wird der unfrei geerntete Dinkel in Altheim genannt.

Altheim liegt mitten im Bauland, dem Zentrum des süddeutschen Grünkernanbaus und war früher einer der größten Grünkernproduzenten der Region. Das Museum Grünkerndarrenstraße in Altheim zeugt heute noch von dieser Geschichte. In den historischen Darren wurden die unreif geernteten Ähren des Dinkels auf einem Darrblech  über mehrere Tage hinweg geräuchert und dadurch haltbar gemacht. Für diese Konservierung benötigte man Häuschen mit einer eigenen Architektur: Ein steinerner Sockelbau in dem Feuer gemacht wurde. Der Rauch stieg auf und „darrte“ die auf der Darrpfanne liegenden Ähren. Der aufwendige Vorgang dauerte mehrere Tage, das Röstgut musste immer wieder gewendet und das Feuer geschürt werden. Als Grünkern kaufen wir dieses Getreide heute, das in der Vollwertküche beliebt ist.

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KeltenschanzeDie Keltenschanze im Zimmerwald bei Hardheim-Gerichtstetten ist ein echtes Kleinod. Die mächtige Schanze hat Seitenlängen von je über 100 m Länge und an allen vier Seiten ist sie durchgehend mit einem (noch gut zu erkennenden) Erdwall umgeben.

Der Erdwall ist begehbar und vermittelt einen guten Eindruck von der mächtigen Anlage aus der spätkeltischen Zeit.

Keltenschanzen sind typisch im Südwesten Deutschlands. Die Gerichtstetter Anlage ist eine der nördlichsten des Verbreitungsgebietes und wurde im Zuge der Vermessungen am Limes (Reichslimeskommission Ende des 19. Jahrhunderts) erfasst und in die richtige Zeit (Keltisch) eingeordnet.

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Lambachpumpe

Geopunkt Lambachpumpe  - eine historische „Wasserhebemaschine“ ganz ohne elektrischen Strom oder Dieselmotorkraft

Die historische Lambachpumpe der Fa. Lambach aus Marienheide aus den 1920er Jahren ist ein echtes Kleinod technischer Ingenieurskunst und eine der wenigen noch funktionierenden, historischen Pumpen überhaupt“. Früher gab es im Odenwald viele dieser „Wasserhebemaschinen“, die  Wasser ganz ohne elektrischen Strom oder Dieselmotorkraft nur mit Hilfe von hydraulisch gesteuerten Druckunterschieden aus dem Tal in das höher gelegene Plateauorte Wasser pumpten, um so die Wasserversorgung der wachsenden Bevölkerung zu versorgen. Der Anschluss an die Fernwasserverbindung bereitete das Ende der Lambachpumpen. Das Hornbacher Exemplar wurde in den 1990er Jahren mit viel ehrenamtlichem Engagement aus seinem Dornröschenschlaf gerissen und liebevoll restauriert. Pumpenprinzipien dieser Art werden heute vor allem für Brunnen in Entwicklungsländern eingesetzt.

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Römerbad

Die Römer verlegten den Odenwald-Limes im 3. Jahrhundert v. Chr. um ca. 80 km nach Westen und markierten mit diesem Grenzweg die Grenzen des römischen Reichs.

Wer die Tore des Obergermanisch-Rätischen Limes passierte unterwarf sich zum einen dem römischen Recht und zum anderen war mit dieser Grenze auch Zölle und Kontrolle garantiert. Mit meisterhafter Ingenieurskunst errichteten die Römer eine Grenze mit regelmäßigem Aufbau. Wissenschaftler rätseln noch heute wie es möglich war solch präzise Vermessungen durchzuführen. Der Obergermanisch-Rätische Limes, im Jahr 2005 als UNESCO Weltkulturerbe geadelt, verläuft direkt vor den Toren von Walldürn. Am sog. „Limesknick“ bauten die Römer ein Kastell (heute archäologisches Reservat „Kastell Alteburg“) und daneben ein Römerbad im sog. Reihentypus mit einer Bodenheizung (Hypokausten). Das Römerbad wurde in den 1970er Jahren archäologisch untersucht und in seinen Grundmauern gefasst. Der gesamte Komplex ist in seiner Grundstruktur nachvollziehbar.

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Schmittshöhe

Im ehemaligen Steinbruch auf der Schmittshöhe südlich von Walldürn wurde Muschelkalk-Stein gebrochen und in Brennöfen Kalk gebrannt.

Heute ist der Steinbruch nicht nur ein geologisches Fenster in die Erdgeschichte der Triaszeit sondern auch ein wichtiges Biotop. Der Biotopschutzbund Walldürn e.V. hat dort einen Bienenwiese und viele Vogelhäuschen angelegt. Desweiteren ist dort ein Kalkofen an historischer Stelle nachgebaut und kann dort besichtigt werden.

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Geopfad Zeitgeschichte in Höpfingen

Im Gelände zwischen Höpfingen und Dornberg nahe dem Weiler Schlempertshof wurde – vermutlich wegen der Windverhältnisse - im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs ein Geheimer Einsatzhafen 1. Ordnung angelegt.

Dieser geheim gehaltene Flugplatz sollte dem Nazi-Regime in dem geplanten Angriffskrieg im Westen Europas dienen. Der Einsatzhafen wurde jedoch nie in Betreib genommen. Stattdessen reparierten dort Zwangsarbeiter und Einheimische Munitionskisten und es wurde Schulungsbetrieb abgehalten. 11 Informationstafeln an 9 Stationen informieren entlang des 7,5 km langen Wanderwegs über die Geschichte dieses Flugplatzes.

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Die Geotope des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald – Fenster in die Erdgeschichte

Hier gibt es Infobroschüren des  Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald zu den umliegenden Geotopen.

Download:

pdfGeotop 2006 Tropfsteinhöhle in Buchen-Eberstadt473.52 kB

pdfGeotop 2008 Heunesäulen in Miltenberg106.96 kB

pdfGeotop 2013 Katzenbuckel bei Waldbrunn1.06 MB

Eine ausführliche Liste mit Infobroschüren aller Geotope & Geopfade finden Sie auf der Website des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald.


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