Baumbiographien  Wald und Mensch in der mitteleuropäischen Kulturgeschichte

Das Bild des Odenwaldes wird geprägt von großen Nadelholzbeständen, insbesondere Kiefer und Fichte, und vereinzelten Laubholzbeständen. Dies war nicht immer so. Noch im 17. Jahrhundert war der Odenwald ein lichter, von Buchen dominierter, Laubwald, der von der Bevölkerung als Weidewald genutzt werden konnte. Erst als man in der Mitte des 18. Jahrhunderts aus Gründen des Holzbedarfs dazu überging, schnell wachsende Nadelhölzer anzusäen, entwickelte sich der Odenwald zu seiner heutigen, dunklen Gestalt.

Doch nicht nur die Bedürfnisse des Menschen wirken auf den Wald ein, auch der Wald wirkt auf die Kultur zurück. Wegen des hohen Waldanteils in der Region, waren Berufe wie die Köhlerei, die Aschenbrennerei oder auch die Saatgutpflege sehr weit verbreitet. Auch zahlreiche Sagen, die vom Wald handeln spiegeln die große Bedeutung der Bäume für das Madonnenländchen wieder.

Bei einer Führung durch den Höpfinger Wald tauchen die Teilnehmer tief in die Geschichte des heimischen Waldes und seiner Nutzung durch den Menschen ein. Eine detaillierte Betrachtung verschiedener regionaltypischer Baumarten steht dabei im Mittelpunkt. So wird nicht nur danach gefragt, wie bestimmte Bäume zu erkennen sind, sondern vor allem auch danach, wie die einzelnen Baumarten in der Menschheitsgeschichte genutzt wurden, welche Mythen und Geschichten sich um die einzelnen Bäume ranken und welche wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung die jeweiligen Sorten in der heutigen Zeit haben.

Veranstaltungsdetails:

Ort: Forsthütte in 74746 Höpfingen (ausgeschildert nach dem Ortsausgang Richtung Glashofen)
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 2,50 Euro pro Teilnehmer

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