Grünkerndarren

„Grüner Keeern“ so wird der unfrei geerntete Dinkel in Altheim genannt.

Altheim liegt mitten im Bauland, dem Zentrum des süddeutschen Grünkernanbaus und war früher einer der größten Grünkernproduzenten der Region. Das Museum Grünkerndarrenstraße in Altheim zeugt heute noch von dieser Geschichte. In den historischen Darren wurden die unreif geernteten Ähren des Dinkels auf einem Darrblech  über mehrere Tage hinweg geräuchert und dadurch haltbar gemacht. Für diese Konservierung benötigte man Häuschen mit einer eigenen Architektur: Ein steinerner Sockelbau in dem Feuer gemacht wurde. Der Rauch stieg auf und „darrte“ die auf der Darrpfanne liegenden Ähren. Der aufwendige Vorgang dauerte mehrere Tage, das Röstgut musste immer wieder gewendet und das Feuer geschürt werden. Als Grünkern kaufen wir dieses Getreide heute, das in der Vollwertküche beliebt ist.

GrünkerndarrenGrünkern wurde aus der Not heraus geboren und bereits in der Steinzeit hergestellt. Ungünstiges Klima & schlechtes Wetter zwangen die Menschen dazu, den Dinkel unreif zu ernten, um ihn so vor dem Verderben zu retten. Im Bauland war nicht nur das raue Klima sondern auch der Muschelkalk-Boden auf dem der empfindliche Weizen (vor der Erfindung des Kunstdüngers) nicht gedieh Grund für die Grünkern-Kultur.

Sie möchten das Grünkernmuseumim Rahmen einer Führung in Altheim besichtigen?

Vereinbaren Sie einen Termin im Geopark Informationszentrum Walldürn unter 06282-67155 oder 67107.

Unser Tipp: Jedes Jahr im Juli findet im Odenwälder Freilandmuseum in Walldürn Gottersdorf ein Grünkernfest statt. Dort erfahren Sie alles rund um den Grünkern, die Ernte, das Räuchern und die Verarbeitung bis hin zu schmackhaften Grünkern-Spezialitäten.

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